Eine etwas andere Art Reise

Man muss nicht unbedingt einen Ort verlassen, um sich auf einer Reise zu befinden. Manchmal reicht es einfach um sich herum zu schauen und sich den Menschen zu widmen, die einen umgeben. Wie das geschehen kann? Na einfach, indem man sich auf andere einlässt. Und ihnen zuhört.

Interview

Ich liebe es zu reisen, das steht fest. Meine Reisen wären allerdings nicht das Gleiche ohne die Menschen, die mir über den Weg laufen. Die Begegnungen mit anderen sind Begegnungen mit sich selbst. Man lernt von anderen und lässt sich von ihnen inspirieren oder man wird plötzlich selbst zu Inspiration für andere. Dabei lernt man über sich selbst.

Es geht um Stories, es geht um andere Perspektiven, es geht um Erkenntnisse oder einfach darum sich über die simplen Dinge, die das Leben ausmachen, auszutauschen. Aus diesen Erlebnissen ziehe ich meine Energie, denn ich bin ein Entdecker, ein neugieriger Mensch und freue mich besonders auf die herausfordernden Situationen und Menschen, denn das hilft mir meine eigene Theorie über das Universum zu challengen und zu bereichern. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens eben, so wie jeder andere auch.

Ich bin seit zwei Monaten aus dem letzten Urlaub zurück. Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an. Ich denke schmunzelnd gerne zurück. Manchmal erwische ich mich, wie ich dabei den Kopf leicht schütteln muss. Es ist schön zu Hause zu sein und schön ist es auch, wenn man immer wieder mal weg kann. Es dauert allerdings noch ein bisschen bis zum nächsten Abenteuer an entfernten Orten.

Hier möchte ich aber von einer anderen Art Reise berichten, von einer Reise, bei der ich nicht verreist bin. Hört sich komisch an, ist aber so.

So hat es angefangen…

Vor einem Jahr habe ich ein berufsbegleitendes Studium zur Digitalen Transformation angefangen. Fünfundzwanzig fremde Menschen aus unterschiedlichen Ecken des Landes trafen aufeinander um achtzehn Monate lang sich zu organisieren, zu arbeiten und einige verschiedene challenges zusammen zu bewältigen. Warum ich davon erzähle? Aus dem einfachen Grund, weil ich mich im Rahmen dieses Studiums, dieses Abenteuers, auf einer kleinen, für mich besonderen Reise begeben habe, ohne anfangs eigentlich zu verstehen, wo es hinführen wird, welche Komplexität dahinter steckt und was mir das persönlich und menschlich bringen wird.

Was genau geschehen ist? Aus einer spontanen Idee heraus, habe ich entschieden eine Reihe Interviews zu starten mit der Absicht auf diese Weise die class in unseren Social-Media-Kanälen vorzustellen, die Menschen sichtbar zu machen. Jeder aus der der CLASSFOUR sollte über ein kurzes Interview, mit seiner Antwort auf einer Frage meinerseits gezeigt werden. Das war mein Plan und gleichzeitig ein Experiment für mich. Gesagt getan.

Das habe ich gelernt

Ich habe mir aus der class passende Unterstützung für die technische Umsetzung ausgesucht und habe recht zügig mit dem ersten Interview angefangen. Ich habe es einfach auf mich zukommen lassen unter dem Motto „learning by doing“ und habe dabei über die vier Monate eine Menge über die notwendige Ausstattung, die Darstellung im Raum, die Wichtigkeit des richtigen Lichts, der Qualität des Tons und die Bearbeitung des Materials gelernt.

Der wichtigste Aspekt dabei, ein Aspekt an den ich anfangs gar nicht so stark gedacht hatte, war die Interaktion mit den Menschen, die ich interviewen durfte. Ich habe gelernt, wie man den Interviewpartner vor dem Interview am besten briefen muss, wie man es ihm schmackhaft machen kann, heraushören muss, wie er sich fühlt, was er darüber denkt, wo es eventuell Zurückhaltung, Aufregung oder sogar Angst gibt und dass man ihm oft Mut zusprechen muss.

Jeder durfte die gleiche Frage kurzgehalten beantwortet und sich dazu äußern, was ihm wichtig für die Zukunft unserer Gesellschaft ist und zwar aus der Perspektive der Digitalen Transformation, in der wir uns gerade befinden.

Die Antworten? Wichtig ist es für die CLASSFOUR die neuen Chancen zu ergreifen, Mut zu haben sich einzusetzen und als Individuum die richtigen Entscheidungen zu treffen, auf Umwelt und Mitmenschen zu achten, dem Menschlichen mehr Raum zu gewähren, es gilt aneinander näher zu rücken, unsere Aufmerksamkeit wieder mehr auf die Natur zu richten, die neuen Möglichkeiten, die wir erschaffen haben zu nutzen, um uns Gutes zu tun und die Kinder auf eine bessere Zukunft vorzubereiten. Es geht um HUMANITY.

Dieses Experiment hat sich für mich wie eine Reise angefühlt, bei der ich jedem meiner Gesprächspartner ein Stückchen näherkommen und aus einem anderen Blickwinkel beobachten und entdecken konnte.

Bei einem Interview geht es um den Menschen, denn er steht im Mittelpunkt und gibt seine Gedanken preis. Damit sich der Mensch wohl fühlt und aus ihm das Beste herausgeholt werden kann, muss man den richtigen Raum dafür schaffen.

Es ist sehr spannend für mich gewesen zu erfahren, worauf man alles achten muss, worauf es ankommt, um sich in solch einer Situation auf jemanden einlassen zu können, was notwendig ist um es dem Interviewten angenehm gestaltet und umgekehrt worauf es ankommt damit sich die Person auf einen einlässt und das Interview gut funktioniert, die Person richtig in Szene gesetzt wird und die gewünschte Botschaft richtig und klar durchkommt.

Der Dreh für die Videoreihe, der über vier Monate ging, hat mir ermöglicht auf eine etwas andere Art in die Welt meiner Kommilitonen einzutauchen und für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar.

Und hier ist das Interview, das ich im Rahmen der Reihe dann letztendlich auch mit mir selbst geführt habe.

Interview Andrea – Zukunft der Gesellschaft?

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